Meine Kolumne "Philosophische Sentenz des Monats" auf der kommerziellen Website "Geschenke aus den Museen der Welt".
Philosophische Sentenzen von 2020


- Was Viren sind und was das Coronavirus besagt s. die letzte Sentenz von 2019 -

Helmut Hille
Seien wir weise
15.02.2020
Herrschaftswissen in der Krise
Unser alltägliches und wissenschaftliches Wissen ist Herrschaftswissen, um mit der Welt in gewünschter Weise zum eigenen Nutzen umgehen zu können. Das Sosein der Dinge und ihr Eigenwert interessieren dabei nicht, denn dazu müssten wir uns ihnen selbstlos in Liebe nähern. Auch die Religion dient zumeist nur dem eigenen Seelenheil und der Rechtfertigung unseres Denkens und Handelns, so wenn wir uns von Gott sagen lassen: "Macht euch die Erde untertan." Erst wenn wir versuchen, uns in das Gegenüber selbstlos hineinzuversetzen, können wir uns seinem Sosein nähern. Daher sind es immer nur Einzelne, die den Eigenwert von Wesen und Dingen sehen und um ihren zweckfreien Erhalt kämpfen. Der Masse und die sie vertretenden Politiker geht es dagegen nur um den kurzfristigen Nutzen an ihnen.

Erst neuerdings im Angesicht der Übervölkerung und der sich abzeichnenden Klimakrise beginnt ein Umdenken in größeren Rahmen. Heute hat ein Unternehmen, das ja langfristiger denken muss als Politiker, keine Zukunft mehr, wenn es nicht auf Nachhaltigkeit setzt, denn die Ressourcen werden durch die Masse der Menschen und den technischen Fortschritt immer schneller verbraucht. Immer mehr Menschen möchten von den Segnungen der modernen Technik profitieren, möchten Autofahren, Fliegen, Räume heizen, beleuchten, klimatisieren usw., was unweigerlich die Energievorräte und die Umwelt mehr und mehr überfordert, wenn wir uns nicht in Zahl und Ansprüchen begrenzen und nach intelligenteren Lösungen suchen. Das mag zwar auf eine Weise auch egoistisch sein, doch es wäre ein Egoismus, der die ganze Wirklichkeit einbezieht. Denn nur so bleibt sie uns als Lebensgrundlage erhalten.

Die Aufklärung der Beobachterrolle ist unumgänglich notwendig, wollen wir nicht nur Herr über die Dinge, sondern auch Herr im eigenen Hause werden und in der Wissenschaft zu objektiveren Aussagen kommen. Sonst laufen wir weiterhin blindlings nur den vom Gehirn erzeugten Illusionen hinterher. Mit solcher Selbstbesinnung beginnt das, was für mich zur Weisheit des Menschen gehört, während der blinde, aneignende Gebrauch von Fähigkeiten räuberischer Natur ist, die es um unserer Zukunft willen mehr und mehr zu bedenken gilt.

Die Liebe zur Weisheit
Um den Nutzen von Dingen kümmert sich jedes Tier. Allein die Liebe zur Weisheit ist es, die den Menschen aus dem Tierreich heraushebt. Sie ist es, die seine Würde ausmacht. Nur in liebevoller Hinwendung an die Gegenstände der Forschung kann sich erschließen, was sie für sich selber sind. Es gilt daher als Erstes sich zu entscheiden, was man eigentlich will: will man die Welt selbstlos verstehen oder will man nur ein Herrschaftswissen gewinnen, um die Dinge instrumentalisieren zu können, selbst unter falschen Prämissen. Die jeweilige, vielleicht unbewusste Entscheidung gehört zu dem, was man die Rolle des Beobachters nennt. Aufklärung heute ist die Aufklärung der Beobachterrolle. Ohne ihre Kenntnis und Berücksichtigung bleibt alles Wissen vorläufig und alles Handeln fraglich. Seien wir weise!

Zum Weiterlesen:
WEGE DES DENKENS
III. Biologie, Evolution und Ethik
(11) Der Weg zum Humanum durch die Liebe zur Weisheit
http://www.helmut-hille.de/page28.html


Gruß an die ehemaligen britischen Europa-Abgeordneten, die Engländer sind oder sich als Engländer fühlen.
(nur hier)
Oh, to be in England
Now that April's there,
And whoever wakes in England
Sees, some morning, unaware,
That the lowest boughs and the brushwood sheaf
Round the elm-tree bole are in tiny leaf,
While the chaffinch sings on the orchard bough
In England - now!!
(ein mir unvergessenes Gedicht aus meiner Schulzeit)

Helmut Hille
Die unsichtbare Dynamik
25.03.2020
Bei einem Treffen von Einsteinkritikern vor Jahren in München meinte ausgerechnet ein studierter Physiker, ein Herr Doktor, beweisen zu müssen, dass bei Spannungen keine Kräfte beteiligt sind, indem er eine Schnur über seinen Kopf hielt, die er mit beiden Händen strafte. "Wo sehen sie jetzt eine Kraft?" Es geschah ja nichts. Er gehörte wohl zu jenen kritisch sein wollenden Physikern, die wie Ernst Mach sich auf den Augenschein verlassen wollen, der oft trügerisch ist. Die anwesenden Laien mochten seiner Argumentation jedoch nicht zu folgen, da ja offensichtlich Kräfte benötigt wurden, um die Schnur zu spannen. Und wenn eine gespannten Schnur in ihrem Zustand und ihrer Lage unverändert bleibt, dann doch wohl, weil ein Gleichgewicht der ziehenden Kräfte vorliegt, wie das jeder Laie erkennen konnte.

"Moderne" Physiker wollen aber von der Größe "Kraft" möglich nichts wissen, halten sie diese, wie andere Größen auch, oft für eine Sache, weshalb Einstein die Dynamik Newtons, also die Lehre von den Kräften, zur bloß beschreibenden Kinematik zurückentwickelte - bei Beibehaltung des nun nicht mehr zutreffenden Vokabulars, was bis heute für Verwirrung sorgt. Auch um Physik zu verstehen bedarf es zuerst der Beantwortung ganz grundsätzlicher Fragen, sowie Mut und Ehrlichkeit, ohne die Wissenschaft keinen Sinn macht. Heute sind theoretische Wissenschaftler jedoch eher bemüht, dem Mainstream zu folgen, um nicht unangenehm aufzufallen und ihre privilegierte Stellung in der Gesellschaft nicht zu gefährden.

Auch die Himmelsmechanik ist voller Kräfte. Trotzdem umrunden die Planeten seit Milliarden von Jahren auf immer gleichen Bahnen die Sonne, sieht der Sternenhimmel seit Menschengedenken immer gleich aus, von den Planeten und Monden abgehen, deren Bahnen jedoch gut berechenbar sind. Das liegt daran, dass weltweit Flieh- und Schwerkraft im Gleichgewicht sind - beide zugleich beim "Urknall" entstanden. Überhaupt ist das Prinzip des Gleichgewichts der Kräfte in der Natur ganz allgemein, vom Atom bis zum Gleichgewicht von tierischen Räubern und ihrer Beute. Aber auch die Gesundheit eines Lebewesens bezeichnet das Gleichgewicht seiner de- und konstruktiven Kräfte, das ihn in einem optimalen Zustand hält. Die Kräfte der Natur sind blind und können sich daher nicht selber regeln, weshalb sie der Gegenkräfte bedürfen. Es gibt zudem in der Evolution kein endgültiges Produkt und keinen Stillstand. Man muss in ihr so schnell wie möglich laufen, um auch nur auf der Stelle zu bleiben, wie es bei Alice im Wunderland heißt. In der Wirtschaft und Industrie weiß man das und stellt sich darauf ein.

Dieser allgegenwärtige Wandel ist natürlich für Menschen, die Sicherheit und Gewissheit wünschen, sehr beunruhigend, weshalb sie diesen Wandel am liebsten bestreiten und dazu auch mal die Wissenschaft bemühen, weil sie glauben, dass Wissenschaftler die Deutungshoheit hätten. Dem ist aber nicht so. Auch für Wissenschaftler gilt: was Menschen als "wahr" empfinden ist letztendlich das Gleichgewicht zwischen dem, was als Wissen in der rechten Hirnhemisphäre kompakt gespeichert ist - wie zutreffend es auch sei! - und dem, was die linke Hirnhemisphäre davon differenziert formuliert. Zudem werden Menschen, oft genug unbewusst, von ihren Urängsten gesteuert, die bedient sein wollen, um das Leben erträglich zu halten.

Statt verbissen auf Standpunkte zu beharren, die sich nicht bewährt haben, gilt es aufgeschlossen gegenüber Neuem zu sein und seinen geistigen Horizont zu erweitern. Hierzu Bertrand Russel: "Und er wird sehen, dass derjenige, in dessen Geiste sich die Welt spiegelt, in einem Sinne so groß wird wie die Welt selbst. Frei von den Ängsten, die den Sklaven der Verhältnisse befallen, wird er echte Freude kennen und durch alle Wechselfälle seines äußeren Lebens hindurch in den Tiefen seines Wesens von Glück erfüllt bleiben."

Zum Weiterlesen:
WEGE DES DENKENS
III. Biologie, Evolution und Ethik
(7) Die Waage der Welt
http://www.helmut-hille.de/page27.html



Helmut Hille
Es fehlt an Definitionen - nicht bei mir!
15.05.2020
"Sprachkritik ist die wichtigste Aufgabe, die die theoretische Philosophie heute übernehmen kann." (Peter Janisch 2009 in "Kein neues Menschenbild. Zur Sprache der Hirnforschung".)

Auf Tagungen der DPG konnte ich immer wieder beobachten, dass mit Begriffen argumentiert wurde, die selbst undefiniert waren, so dass den Hörern viel Interpretationsspielraum blieb. Bei zentralen theoretischen Fragen halte ich das für verfehlt. Es zeigte dadurch auch, dass eine Wissenschaft sich nicht aus sich selbst heraus begründen kann, weshalb es immer Denker geben muss, die einen Zusammenhang mit dem Ganzen der Erscheinungen herstellen. Vor den modernen Naturwissenschaften war das kaum ein Problem, weil die Grundwissenschaften im Rahmen der Philosophie entstanden. Noch Isaac Newton bezeichnete seine Wissenschaft als "Naturphilosophie". Seit ihrer Abkoppelung von der Philosophie tritt die theoretische Physik auf der Stelle. Das war wohl auch ein Anlass für die DPG 2004, den "Arbeitskreis Philosophie der Physik" zu gründen, dem ich seitdem angehöre.

Meine Beiträge zur Physik fußen auf meinen Überlegungen zur Erkenntnistheorie. Die in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts aufgekommene Quantenmechanik entstand aus der Einsicht heraus, dass es bei Messungen eine nicht aufhebbare Rolle des Beobachters gibt. "Die Bahn eines Teilchens entsteht erst dadurch, dass wir es beobachten" (Heisenberg), denn das Teilchen für sich hat weder Ort noch Bahn. Erst der Beobachter ordnet ihm einen Ort zu und verbindet Momente seiner Beobachtung zu einer Bahn. Inzwischen wurde die Quantenmechanik zur Quantenphysik weiterentwickelt und sie spielt in Forschung und Anwendung eine immer größere Rolle. Die Herstellung der Verbindung von Theorie und Praxis wird von der EU jetzt mit hohen Beträgen gefördert.

Im Herbst 2019 habe ich an der Uni Freiburg an einer sektionsübergreifenden Tagung der DPG zum Thema "Quantum Science and Information Technologies" teilgenommen und dort auf der Postersitzung mein Konzept zur Verbindung von Quantenphysik und Kosmologie vorgestellt (mein Tagungsbeitrag (12) auf ZEIT UND SEIN). Auch hierbei geht es ganz wesentlich um die richtige Verwendung der Begriffe. So habe ich zwischen Universum und Kosmos unterschieden, während heutige Kosmologen da keinen Unterschied machen. Versteht man aber den von uns bewohnten Kosmos als einen von vielen im Universum, ist sofort seine Vergangenheit und Zukunft offensichtlich und es entfällt die nicht hinnehmbare Annahme eines Urknalls aus dem Nichts. Wenn schon die Entstehung des Kosmos keiner Ursache bedürfte, dann bedürfen geringere Ereignisse erst recht keiner Ursache und wir könnten die Physik als Wissenschaft vergessen, denn Wissenschaft ist Ursachensuche.

Auch bei Biologen gibt es Unsicherheiten, vor allem zum Begriff des Lebens. Meine Definition lautet: "Leben ist Materie mit der Fähigkeit zur Anverwandlung fremder Strukturen in die eigene, mit dem Ziel der Selbstreproduktion." So wird es auch möglich, die Existenz von Viren zu verstehen. (Siehe meine Sentenz vom Dezember 2019 kurz vor Ausbruch der Coronakrise in China) - Aber auch ganz allgemein habe ich im Rahmen meiner Neurophilosophie, die philosophische Fragen mit Ergebnissen der Hirnforschung verbindet, wichtige Definitionen gefunden, z.B. zu der zentralen Frage "Was ist Wahrheit?" Meine Definition lautet: "Wahrheit ist die gefühlte Übereinstimmung zwischen dem Gewussten mit dem Ausgesagten." Es gibt keine Wahrheitsinstanz außerhalb des Wissens, denn auch Fakten sind schon Interpretation. Und wie könnten wir etwas für wahr halten, von dem wir nichts wissen?!

Es ist auch zu fragen, warum die Gottesfrage so hartnäckig ist. Es kann nämlich eine Entstehung aus dem Nichts, wie beispielsweise angeblich beim Urknall, geistig nicht nachvollzogen werden. Es ist gerade die Vernunft die fordert, dass es eine Ursache für die Existenz der Welt und ihrer schöpferischen Kräfte geben muss, was als das Göttliche verstanden wird. Gott ist im Grunde eine Sache der Vernunft! Nun wird Gott der Vertrautheit halber von Christen jedoch gern als eine über den Dingen thronende Person gesehen, während Mohamed weise den Gebrauch von Bildern in der Religion gleich verboten hat. Wenn es aber ein Universum ohne Grenzen in Raum und Zeit gibt, dann ist dieses der Ursprung unseres Kosmos und der Zufall bei der Verbindung unterschiedlicher Komponenten durch eine anwesende Energie das schöpferische Prinzip, das wir überall beobachten können. "Zufällig" heißt "ungeplant" - nicht mehr und nicht weniger, was selbst Heisenberg nicht ganz verstanden hatte. Wenn Einstein nichts vom Zufall wissen wollte und überzeugt war, dass Gott nicht würfelt, weil ihm als Autist Nichtberechenbares unheimlich war, dann verkennt er gerade das, was das Schöpferische ausmacht, nämlich, dass durch Zufall Neues entstehen kann, das man den beteiligten Komponenten vorher nicht angesehen hat. Das schöpferische Vermögen ist es gerade, was das Göttliche und das von Einstein gesuchte Geheimnisvolle ausmacht. Und es ist in den Dingen. Ein nicht würfelnder Gott wäre ein Widerspruch in sich.

Man muss also für ein neues Weltbild keine großartigen Szenarien entwerfen und dicke Bücher schreiben, sondern vor allem die richtigen Begriffe verwenden, wenn es denn Wissenschaft sein soll. Schon Konfuzius, der Weise aus China lehrte: "Soll die Gemeinschaft sich ordnen und der Einzelne seine Bestimmung erfüllen, dann müssen zuerst die Begriffe in Ordnung gebracht werden, denn die Unordnung ist zuerst im Denken."

Zum Weiterlesen:
Sentenz vom Juli 2019
"Gott würfelt nicht" - oder doch?

Inzwischen (Sept. 2020) habe ich spontan auch eine Definition der Mathematik gefunden, die ich im Glossar von WEGE DES DENKENS festgehalten habe (siehe auch "Neuheiten"). Nachträglich fand ich bei Google mit einer Ausnahme, die ich erwähne, nur müsame Beschreibungen mathematischer Tätigkeiten, aber keine wirkliche Definition.



Helmut Hille
Bevor ich es vergesse
Die Raumfahrt und ich (I)
? 2020
Es war im Krieg Ende 1944 an der deutschen Ostseeküste östlich der Insel Wollin, als ich bei klarem Himmel über Usedom Raketen anhand ihrer in der Sonne leuchtenden Kondensstreifen aufsteigen sah. Es waren wohl die A4-Raketen Wernher von Brauns (besser bekannt als V2) die in Richtung London flogen. Sie waren die ersten von Menschen geschaffenen Flugobjekte, die sich antriebslos im Orbit bewegen konnten (Orbit = Bahn um ein Himmelsobjekt, bei der Flieh- und Schwerkraft im Gleichgewicht sind). Der erste Flugkörper, der auf diese Weise die Erde umrundete, aber war der von der Sowjetunion 1957 gestartete Sputnik, der den Westen in helle Aufruhr versetzte. Die Antwort des Westens war die erste Mondlandung am 21. Juli 1969 (ein Tag vor meinem Geburtstag) mit Hilfe der Saturnrakete Wernher von Brauns, den Kennedy Gelegenheit gegeben hatte, sein Wissen umzusetzen, nachdem die von seinen eigenen Leuten konstruierten Raketen alle gescheitert waren, schon weil sie keine Steuerung mittels Kreiselkompasse hatten. In US-Sendungen über die amerikanische Raumfahrtgeschichte sucht man den Schöpfer der fehlerlos funktionierenden, immer noch größten Rakete der Welt jedoch vergebens.

Anhand von immer mehr gestarteten bemannten und unbemannten Flugobjekten hat sich mein Interesse an der Raumfahrt entwickelt. Aber auch anhand meiner philosophischen Ambitionen. Auf meiner Homepage WEGE DES DENKENS gibt es schon lange die Rubrik "Kosmologie und Raumfahrt". Real habe ich am abendlichen Himmel immer wieder kreisende Satelliten beobachten können, die oben noch von der Sonne beschienen wurden, während es am Boden bereits dunkel war. Neuerdings konnte ich so auch die internationale Raumstation ISS verfolgen. Interessanter waren für mich aber die theoretischen Voraussetzungen der Raumfahrt, deren Entwicklung zu echter Raumfahrt durch die herrschende Relativitätstheorie Einsteins mit ihrem ehernen Tempolimit jedoch bis heute blockiert wird. Man hat noch nicht gelernt so bodenlos zu denken, wie der Weltraum ist (s. die Sentenz vom Juni 2005 "Ins Bodenlose denken lernen"). Zur Aufklärung veröffentlichte ich 1995 auf meiner Homepage WEGE DES DENKENS, Datei (I/C4), den Aufsatz: "Der Tunneleffekt und eine Weltraumfahrt, die diesen Namen verdient. Wodurch Grenzgeschwindigkeiten entstehen und wie sie umgangen werden." Ich vermute, dass es solche Überlegungen waren, die Anfang des Jahrtausends alle bekannten Raumfahrtagenturen auffallend nacheinander auf meine Seiten zugreifen ließ.

In der Nähe von München war zuvor die Raumfahrt in Form des DLR-Satellitenkontrollzentrums (DLR = Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) in Oberpfaffenhofen ca. 25 km südlich der Stadt mir näher gekommen, wo auch Raumflüge mit deutscher Beteiligung geleitet wurden. Bei einer solchen Mission wäre ich gern einmal im Kontrollzentrum dabei gewesen. Doch es drängten auch viele bayerische Politiker nach Oberpfaffenhofen, wollten sie doch miterleben, wie Bayern aus einem Agrarstaat sich zu einem Hightech Land entwickelt. Da hätte ich als einfacher Ingenieur wohl keine Chance gehabt. Immerhin habe ich einige Male mit dem DLR-Zentrum korrespondiert, u.a. über die Raketen- und Raumschiffsteuerung mittels Kreiselkompasse, die vom Flugkörper entkoppelt (kardanisch) aufgehängt sind und damit die Lage im Raum anzeigen können. Zur Kontrolle wären aber auch Referenzmessungen an Fixsternen wichtig, wie man mir schrieb. Man ist eben gewissenhaft.

Im Jahr 2000 zog ich von München nach Heilbronn nördlich von Stuttgart. Irgendwann stellte ich fest, dass auch dort in meiner Nähe für die Raumfahrt gearbeitet wird. Durch Initiative des österreichischen Raumfahrtpioniers Eugen Sänger (1906 - 1964) war in Lampoldshausen, ca. 35 km nördlich von Heilbronn, in der Nähe der A81, seit 1960 ein Raketentestgelände entstanden, wo seit 1976 Raketenantriebe für das europäische Ariane-Programm getestet und ggf. auch weiterentwickelt werden. Irgendwann habe ich das in einem Wald gelegene Testgelände besucht, das inzwischen auf 52 Hektar erweitert wurde und sich z.Zt. (2020) für den Test der Oberstufe von Ariane 6 rüstet. Inzwischen gibt es dort auch ein Museum, das ich unbedingt einmal besuchen sollte. (Inzwischen wegen Corona sicher auch geschlossen.)

Fortsetzung folgt



Helmut Hille
Bevor ich es vergesse
Die Raumfahrt und ich (II)
? 2020
1995 wurde ich Mitglied der DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft), um als Erkenntniskritiker meine Gedanken zu den rationalen Grundlagen der Physik vortragen zu können. Bis heute habe ich in 25 Jahren auf 16 Tagungen zu 30 Themen über meine Ansichten gesprochen. Neben theoretischen Überlegungen zur Physik als Wissenschaft standen die Schwerkraft und mit ihr verbunden die Kosmologie im Mittelpunkt meiner Überlegungen zur Physik. Als unsichtbare universelle Kraft wird von Physikern über die Schwerkraft gern nach Gusto spekuliert. Bei mir rückte im Lauf der letzten Jahre dagegen immer mehr die Frage nach der Natur der Schwerkraft in den Mittelpunkt meiner Ausführungen, wobei mir die Quantenphysik den notwendigen Hinweis in Form der Verschränkung von Teilchen durch einen gemeinsamen Ursprung gab. Beim so genannten "Urknall" wurde alle betroffene Energie/Materie ebenfalls miteinander verschränkt, weshalb sie die Tendenz hat, sich wieder vereinen zu wollen, was wir in Form der Schwerkraft erfahren, was ich, vielleicht als einer der Ersten, für einen neuen Aspekt von Verschränkung halte. Ihr entgegen wirkt die ebenfalls beim "Urknall" entstandene kosmische Fliehkraft. Bei Planetensystemen, Kugelsternhaufen und Galaxien sind beide Kräfte im Gleichgewicht, weshalb sie, trotz aller Dynamik, Milliarden Jahre lang fast unverändert existieren können.

2017 habe ich auf der DPG-Tagung in Bremen in bündiger Form (d.h. ein Gedanke, eine Zeile) die Zusammenfassung meiner Überlegungen zur Kosmologie als "Die gesicherten Befunde zur Gravitation und Kosmologie" vorgetragen. Für den englischsprachigen Teil meiner Homepage ließ ich danach eine Übersetzung fertigen. Als für den Herbst 2019 die DPG ein neues Tagungsformat ankündigte, zum vorgegebenen Thema "Quantum Science and Information Technologies" für alle Gliederungen der DPG übergreifend, also für ein weitgehend anderes Publikum als 2017 in Bremen, dabei eine rein englischsprachige Veranstaltung, entsann ich mich der Übersetzung von 2017, die also schon vorlag, und meldete mich gleich an, obwohl mein Text "Quantum Science and Cosmology" dem Thema nicht ganz entsprach. Weil es deshalb für Freiburg dazu zu wenig Vortragsanmeldungen gab, um eine eigene Vortragsreihe zum Thema einrichten zu können, schlug man mir die Teilnahme an der allgemeinen Postersitzung vor. Durch die bündige Form des Textes ließ sich mein Thema auch gut optisch darstellen. Ich wurde als FM 65.1 der Erste der Posterreihe FM 65. Da war ich in guter Gesellschaft, denn daneben als FM 65.2 war die DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) vom DLR-Forschungszentrum Oberpfaffenhofen vertreten, wo ich doch so gern einmal bei einer Mission mit deutschen Astronauten dabei gewesen wäre.

Da meine Englischkenntnisse lückenhaft sind, ließ ich mir im Laufe des Nachmittags von Andreas Spörl von der DLR sein Ausstellungsobjekt erklären. Gegenstand war dort die Erfahrung, dass die Gesetze der Quantenphysik auch bei der Satellitensteuerung anwendbar sind, dass also "oben" im Weltraum und "unten" bei den Quanten, wie er sagte, die gleichen Naturgesetze gelten, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein müsste wie ich meine, was jedoch von den Anhängern der Relativitätstheorie abgelehnt wird, die sich kein neues Weltbild der Physik wünschen, wie einer von denen bei der Sitzung monierte. Andreas Spörl wies ich darauf hin, dass dieser Zusammenhang von "oben" und "unten" bei mir im Kapitel "III. The Unity of Physics" (III. Die Einheit der Physik) genauso gesehen wird: "…it is now time, to consider gravity and entanglement as a unity and thus give physics a new direction, in which the same laws apply for the cosmos and the quantum." (…es wird Zeit, Gravitation und Verschränkung in Einem zu sehen und dadurch der Physik eine neue Richtung zu geben, in der für den Kosmos und die Quanten die gleichen Gesetze gelten.) Da wurde mir klar, warum unsere beiden Posterstände nebeneinander lagen. Theorie und Praxis waren zum gleichen Ergebnis gekommen - wie es auch sein sollte. Dagegen hilft auch alles Monieren der Einsteinfreunde nichts.

Wir unterhielten uns noch über meinen Vorschlag von 1995, das zeitlose Tunneln von Teilchen mit einen Ionentriebwerk zu verbinden, was dann eben eine Weltraumfahrt ohne Tempolimit ermöglichen würde, die diesen Namen verdient. Als wir uns verabschiedeten sagte er noch: "Besuchen Sie uns doch mal in Oberpfaffenhofen." Ja, gern. Wollte ich ja schon immer. Aber ich wohne ja nicht mehr "nebenan" in München. Mal sehen, ob was daraus wird. - Etwas Anderes habe ich jedoch 2019 verwirklichen können: den Besuch einer kleinen Weltraumausstellung im Rathaus von Künzelsau (Hohenlohe) zu Ehren ihres Sohnes und Ehrenbürgers des Astronauten Alexander Gerst, auf der das Foto mit ihm entstand. - Jetzt fällt mir noch ein, dass ich bereits Ende des Jahrhunderts anlässlich eines Ostseeurlaubs auch die Heeresversuchsanstalt in Peenemünde besucht hatte, wo Wernher von Braun einst seine Raketen entwickelte und startete, wie ich es Ende 1944 beobachten konnte. Bei meinem Besuch war ich vor allem über das riesige Kohlekraftwerk mit seiner beeindruckenden Industriearchitektur erstaunt. Einen Besuch des im Kraftwerk untergebrachten Historisch-Technischen Museums Peenemünde kann ich jeden an Technik Interessierten nur empfehlen.

Etwas anderes habe ich jedoch 2019 verwirklichen können: den Besuch einer kleinen Weltraumausstellung im Rathaus von Künzelsau (Hohenlohe) zu Ehren ihres Sohnes und Ehrenbürgers des Astronauten Alexander Gerst. - Jetzt fällt mir noch ein, dass ich bereits Ende des Jahrhunderts anlässlich eines Ostseeurlaubs auch die Heeresversuchsanstalt in Peenemünde besucht hatte, wo Wernher von Braun einst seine Raketen entwickelte und startete, wie ich es Ende 1944 beobachten konnte. Bei meinem Besuch war ich vor allem über das riesige Kohlekraftwerk mit seiner beeindruckenden Industriearchitektur erstaunt. Einen Besuch des im Kraftwerk untergebrachten Historisch-Technischen Museums Peenemünde kann ich jeden an Technik Interessierten nur empfehlen.

Zum Weiterlesen:
ZEIT UND SEIN
Tagungsbeiträge
(12) 1st DPG Fall Meeting in Freiburg/Br.: Quantum Physics and Cosmology
(Deutscher Text mit Weiterleitung zum englischen Text. Dort auch Bild der Postersitzung)
http://www.helmut-hille-philosophie.de/freiburg2019.html

In der Kolumne wurde beiden Beiträgen dieses Bild vorausgestellt
Künzelsau 2016 Weltraumausstellung im Rathaus
geschafft: mit Alexander Gerst im Weltraum unterwegs

Helmut Hille
Bevor ich es vergesse
Wer forscht da alles bei mir?
Text nur hier
Außer der Auflistung von über 550 Besuchern aus wichtigen Bildungseinrichtungen im In- und Ausland gibt es auf WEGE DES DENKENS ferner noch eine Auflistung von über 100 Forschungsinstituten, Forschungszentren (FZ) und Akademien. Diese sind, überwiegend zeitlich geordnet: Forschungs- und Entwicklungseinrichtung des US-Energieministeriums US (Department of Energy - eine der mächtigsten Institutionen der westlichen Welt), DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Portal NL, KIT - Karlsruher Institut für Technologie, GMD-Forschungszentrum Informationstechnik Darmstadt (fusioniert mit Fraunhofer-Gesellschaft), Max-Planck-Gesellschafti München, Deutsches Forschungsnetz DFN, dkfz-Heidelberg (Krebsforschung), KFA FZ Jülich (Kernkraftforschung), NASA US, DASA, ESA, DLR, Photochemistry Center via Russian Space Science Internet RU (alle Raumfahrt), Russian Academy of Scienes RU, Weizmann Institut of Science IS, Swiss Federal Institut of Technology Zurich CH, Fraunhofergesellschaft Karlsruhe, Hagener Technologie- und Gründerzentrum TGZ, FZK Karlsruhe, Bayerische Akademie der Wissenschaften München, Akademie für Technikfolgenabschätzung Stuttgart, GSF - FZ für Umwelt und Gesundheit Neuherberg bei München, MPI für Physik komplexer Systeme Dresden, MPI für Gravitationsphysik Potsdam, DESY Zeuthen Deutsches Elektronen Synchrotron in der Helmholtz-Gemeinschaft, Atominstitut of Austria Uni Wien AT, Umweltbundesamt Berlin, div. Uni-Kliniken u.a. Virchow-Krankenhaus Berlin, KAV Wiener Krankenanstalten Verbund AT, Medizinische Akademie Magdeburg, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berufsakademie Stuttgart, Stiftung Weimarer Klassik, IDS Institut für Deutsche Sprache Mannheim, IBM, Nixdorf Paderborn, Siemens AG Erlangen, SAP AG Walldorf, SAG Software AG Darmstadt-Eberstadt, ERNO Raumfahrttechnik Bremen, Technikzentrum Lübeck, Fritz Haber Institut der MPG Berlin (Chemische Physik u.ä.), Schering AG Berlin, BESSY Berliner Elektronenspeicherringges. f. Synchrotronstrahlung, GSI Ges. f. Schwerionenforschung Darmstadt, ABP Akademie der Bay(e)rischen Presse München, Deutsches Institut für Urbanistik Berlin, Forschungsverbund Berlin, MPI für Biochemie Martinsried, Institut für Physikalische Hochtechnologie Jena, MPI für molekulare Physiologie Dortmund, Union der deutschen Akademien der Wissenschaften Mainz, Czech Academy of Sciences Prag CZ, CNRS Centre National de la Recherche Scientifique Grenoble FR, CDI Deutsche Private Akademie für Wirtschaft München, GMD-Forschungszentrum Informationstechnik Berlin (fusioniert mit Fraunhofer-Gesellschaft), Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung Berlin, Slovak Academy of Scienes Bratislava SL, VDI/VDE-IT Technologiezentrum Informationstechnik Teltow, Académie d'Amiens - Education Nationale FR, GFZ GeoForschungsZentrum Potsdam, ZEW Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim, MPI für Psychiatrie München, MPI für Enzymologie der Proteinfaltung Halle, MPI für Plasmaphysik Garching, MPI für Biochemie Martinsried, MPI für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg, Académie de Versailles FR, National Commitee for Technological Development Ungarn HU, Salzburg Research Forschungsges. AT, Simmeringer Innovations- u. Gründerzentrum Management Wien AT, Institut für Klimafolgenforschung Potsdam, PTB Physikalisch-Technische Bundesanstalt Braunschweig, Fraunhofer Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB Karlsruhe, MPI für Biologie Tübingen, Swiss Federal Institute of Technology Lausanne CH, Forschungszentrum Alcatel SEL AG Stuttgart, Forschungszentrum Jülich, Porsche Engineering Service GmbH Bietigheim, Hitachi High-Technologies Europe GmbH Krefeld, CERN-European Organization for Nuclear Research Genf CH, Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden, KFKI Research Institute for Particle and Nuclear Physics Budapest HU, SIEMENS EURO Siemens AG München, TCC Technologie Centrum Chemnitz, GMD-Forschungszentrum Informationstechnik Sankt Augustin, Instituto de Astrofisica de Canarias Tenerife ES, ZKM-Karlsruhe Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Naturwissenschaftl.-Techn. Akademie Prof. Dr. Grubler gGmbH Isny (Allgäu), Universitätsklinikum Freiburg, ZLB-Behring-Marburg, Filmakademie Baden-Württemberg GmbH Ludwigsburg, Joint Institute for Nuclear Research with Fundamental Experimental Moscow Region RU (24 Nationen), Physical Research Dubna Russia RU, DESY Deutsches Elektronen-Synchrotron Hamburg, (24 Std. später:) European Synchrotron Radation Facility Grenoble FR, Leibniz-Institut für Altersforschung Jena, Commission of the European Communities/Joint Research Centre Ispra IT, Oest. Akademie der Wissenschaften Wien AT, GGZ Groningen Psychiatric Hospital NL, Uniklinikum Dresden, MPI für Kernphysik Heidelberg, SOFIA-Kooperation von NASA und DLR San Francisco California US, TEI-THES Technological Educational Institute Thessaloniki GR, EADS European Aeronautic Defence and Space Company München, Jenoptik AG Technologiezentrum Jena, MDC Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin Berlin (Helmholtz-Gemeinschaft), Institute of Mathematics/Siberian Branch of Russian Academy of Sciences Novosibirsk RU, Synetrix customer Hampshire County Council Innovation Centre GB, MPI für Wissenschaftsgeschichte Berlin u.a.
= 30 ausländische Institutionen aus 13 Ländern in 8 Jahren: AT (5), RU (5), FR (4), CH (3), US (3), HU (2), NL (2), CZ, GB, GR, IS, IT, SL je (1) und über 70 deutsche Institutionen - fast wie ein Who's who der Forschung.
Die Besucherauflistungen sind durch Dokumente des Counters abgesichert und liegen mir vor.

Entnommen aus:
WEGE DES DENKENS
Institutionelle Besucher
http://www.helmut-hille.de/besucher.html



Helmut Hille
Den Urknall verstehen
15.09.2020
"Das Sein ist ... je zusammen alles, als EINES zusammenhaltend." (Parmenides ca. 540 - 480 v.d.Z., Über das Sein)

Schon Newton erkannte, dass sich aus seinen Gleichungen zur Gravitation kein gleichbleibendes statisches Universum ergibt, obwohl für uns seit Menschengedenken der Himmel immer gleich aussieht. Er tröstete sich mit dem Gedanken, dass bei Störungen der himmlischen Ordnung Gott eingreifen würde. So war die Auffassung einer stabilen himmlischen Ordnung allgemein, entsprach sie zudem auch der Erfahrung und der Erwartung einer immer gleichen Ordnung der Welt, obwohl andererseits auch von einem Jüngsten Gericht am Ende der Zeiten die Rede war, das von Kanzeln drohend verkündet wurde, um die Menschen gefügig zu halten.

Doch weil Wissenschaftler immer genauer hinsahen, bemerkten sie nicht nur beim Lebendigen den Artenwandel durch Evolution und die Geschichtlichkeit in der Geologie, sondern auch die Flucht der Galaxien von einem Mittelpunkt weg, so dass die Welt einmal einen Anfang gehabt haben müsste. Der wurde im deutschsprachigen Raum etwas mythisch verbrämt "Urknall" genannt, im englischsprachigen schon etwas sachlicher "Big Bang", obwohl ein Knall Luft voraussetzt, die erschüttert werden kann, und Ohren, diese wahrzunehmen,* was "am Anfang" bestimmt nicht der Fall war. So wurde in der Wissenschaft die Dynamik immer allgemeiner, die aber religiös geprägten Menschen mit einem Schöpfungsglauben bis heute nicht gefällt. Auch für Einstein hatte sie etwas sehr Beunruhigendes, weshalb er sich für sein seelisches Gleichgewicht einen Term (Glied einer Formel) ersann, der die bestehende Ordnung des Himmels unverändert lässt. Entsprechend entwickelte er zudem Newtons Dynamik zu einer beschreibenden Kinematik zurück. Heute aber muss man sagen, dass das Universum mit allen seinen Teilen durchgehend dynamisch ist, weshalb ich es "Dynamisches Universum" nenne.
*Satz um den Aspekt "Luft" ergänzt

Immer wo große Energien eingesetzt werden wie in Beschleunigern entsteht nicht nur Materie sondern auch Antimaterie. Man hat jetzt in der Kosmologie daher die Vorstellung, das "am Anfang" zuerst Materie und Antimaterie entstanden, die sich anschließend im Big Bang gegenseitig vernichteten, wobei wie durch ein Wunder ein kleiner Überschuss an Materie übrig blieb, was eine wenig überzeugende Annahme ist. Auch hier wie an anderen Stellen wird der Satz von der Erhaltung der Energie nicht beachtet. Ich denke, dass vor dem "Urknall" Materie zusammenströmte und bei einer kritischen Menge explodierte. Vielleicht stießen aber auch große Mengen von Materie und Antimaterie zusammen und lösten den "Urknall" aus. In beiden Fällen wurden zwar alle bestehenden Konfigurationen ausgelöscht, so dass wir das Geschehen nicht weiter zurückverfolgen können, aber die Energie blieb übrig, so dass durch den ungeheuren Druck Protonen und Neutronen entstanden, aus denen sich die einfachen Verbindungen Wasserstoff und Helium ergaben. Erst später bei Supernovae war wieder so viel Energie im Spiel, dass aus Protonen und Neutronen weitere Elemente erzeugt wurden und es seitdem die Materie gibt, wie wir sie kennen. Heute wird in einigen Laboren versucht, diese Umbildung von Energie/Licht in Materie nachzuvollziehen. (s. WEGE DES DENKENS, Datei (I/B16) letzter Absatz)

Einstein hatte mit seiner Gleichung E = m · c² eine Vorstellung davon gegeben, wie viel Energie in der Materie steckt.* Heisenberg, näher an der Forschung, hielt diese Energie für Bindeenergie und ich denke, dass ihre Stärke das Ergebnis der Ereignisse ist, durch die diese Elemente und Verbindungen entstanden. Von nichts kommt nichts. Was kann selbstverständlicher sein? Bei Atomexplosionen und in Kernreaktoren wird diese Bindeenergie wieder frei gesetzt. Und dass bei der Wasserstoffbombe die größte Energie sich zeigt, hat eben auch mit der Größe der Entstehung von Wasserstoff durch den "Urknall" zu tun. Die "Flucht" der Galaxien ist eben nur ein Argument unter mehreren für den "Urknall", der eben "nur" der Urknall unseres Kosmos ist. Da es am Anfang unseres Kosmos aber keine Ohren gab, für welche die Explosion ein Knall, engl. Big Bang, gewesen wäre, sollte man das Ereignis besser "Ur-Sprung" nenen, den ersten Sprung, der unseren Kosmos gebar.
*Für ihn zeigte sie die "Äquivalenz" (Gleichwertigkeit) von "Masse" (Menge der Materie) und Energie (Arbeit, die eine Sache leisten kann).

Was vor dem Ur-Sprung war, können wir nicht wissen. Aber die Vernunft mit dem Satz von der Energieerhaltung verlangt, dass es ein Davor gegeben haben muss (aber auch ein Danach). Ich habe deshalb seit 2005 in Berlin vor der DPG (Deutsche Physikalische Gesellschaft) des Öfteren vorgeschlagen, Universum und Kosmos zu unterscheiden. Ein Kosmos ist ein durch einen Ur-Sprung geordnetes neues Ganzes, das Universum ist das, wo der Ur-Sprung geschieht, so dass es auch unzählige weitere Kosmen geben kann, so wie es im Kosmos unzählige Galaxien gibt. Meine Schlussfolgerung ist: Die Kosmen kommen und gehen. Doch das Universum, die Energie bleibt. Oder wie Anaximander von Milet (ca. 611 - 545 v.d.Z.) schon ganz am Anfang der abendländischen Philosophie sagte: "Der Ursprung (Ur-Sprung) der seienden Dinge ist das Unbegrenzte (das Universum). Denn aus diesem entstehe alles und zu diesem vergehe alles. Weshalb auch unbeschränkt viele Welten produziert werden." Ich denke dazu, dass sich bei ihrer "Flucht" die Teile unseres Kosmos auf Dauer in den Tiefen des Alls verlieren und da und dort wieder neue Verbindungen eingehen können, auch zu neuen Kosmen. Und wenn wir menschlichem Leben einen geistigen Sinn unterstellen wollen, dann ist es eben der, dieses und zugleich sich zu erkennen als das Bewusstsein des Seins. Wir sollten dabei lernen so grenzenlos zu denken, wie das Universum ist.

Zum Weiterlesen:
Philosophische Sentenz vom Mai 2019
Eine neue Geschichte des Himmels
sowie auf ZEIT UND SEIN
diverse Beiträge
(http://www.helmut-hille-philosophie.de)
z.B. Versform [25] Das Unbegrenzte



Helmut Hille
"Alles ist voller Götter"
? 2020
"Alles ist voller Götter" sagte Alexander aus Milet (661 - 545 v.d.Z.), was heißen soll, alles ist voll von bewirkenden Kräften. Entsprechend der Situation des Menschen in der Welt, in die er hineingeboren wird, lässt ihn seine Intelligenz von Kindheit an nach Ursachen fragen, um die Welt zu verstehen. Kinder können da ganz schön nerven. Weil erwachsene Menschen aber gerade zu den wichtigsten Fragen oft keine ehrliche Antwort wissen, versuchen sie es mit Ausreden, und wenn die nicht helfen, mit dem Verbot peinlicher Fragen.

Alexanders Antwort ist zwar sehr allgemein aber nicht falsch, denn sie leugnet die Dynamik des Geschehens nicht, die Neues hervorbringen kann. Aber wer sind nun diese Götter möchte man irgendwann wissen, wobei die Götter für bewirkende Kräfte stehen, die man nicht kennt. Und: sind tatsächlich immer Kräfte am Werk? Aristoteles und viele andere glaubten u.a., dass es zu der Bewegung von Körpern wie beim Lebendigen ständig einer anschiebenden Kraft bedarf. Das sah Newton (1643 - 1727) nicht so. Nach langem Grübeln und Forschen formulierte er seine grundlegenden Aussagen zur Wissenschaft des Unbelebten. Sein 1. Axiom lautet: "Jeder Körper verharrt in seinem Zustand des Ruhens oder des Sich-geradlinig-gleichförmig-Bewegens - außer insoweit wie jener von eingeprägten Kräften gezwungen wird, seinen Zustand zu ändern." Man darf eben nicht mit der Definition der Kraft beginnen, sondern mit dem der Kräftefreiheit, woraus sich dann die Definition der Kraft, als das einen Zustand Ändernde, von selbst ergibt. Die Definition der Kräftefreiheit selbst ist eine Selbstverständlichkeit, die keines Beweises bedarf, daher eben ein Axiom, denn wo keine Ursache vorliegt, da kann es auch keine Wirkung geben - was kann selbstverständlicher sein? Mit Selbstverständlichen beginnend können wir hoffen, verständigen Menschen uns verständlich zu machen. Es ist nur menschliche Sehgewohnheit Körper zu anderen Objekten in Beziehung zu sehen, wodurch sich bei einer Ortsveränderung der subjektive Bewegungseindruck ergibt. Newtons Physik war in Gegensatz zu heutigen Behauptungen über sie, eine demokratisch verfasste Physik der Freiheit, in der jeder Körper seine Trägheit von sich aus hat und von sich aus in das Physikgeschehen einbringt, weshalb Leibniz Newton am Hof des englischen Königs der Gottlosigkeit bezichtigte, wobei man wissen muss, dass der englische König das Oberhaupt der anglikanischen Kirche ist.

Mit der Definition der Kraft und einer entsprechenden analytischen Mathematik hat Newton die Dynamik begründet, die im Newtonmeter, als der physikalischen Einheit der Energien, bis heute fortwirkt. Sie ist keine Sache, sondern eine Rechengröße, so wie wir es in der Wissenschaft immer mit Größen zu tun haben, unabhängig davon, um was es sich bei der Sache nach menschlicher Meinung handelt, was eben gerade die Wissenschaftlichkeit der Methode ausmacht. In einer Atmosphäre der Geistfeindschaft wollte man aber seit Anfang des 20. Jahrhunderts nichts mehr von der Rolle des Geistes wissen, der sich Messgrößen souverän so definiert, wie er sie braucht. Man behandelt daher heute in der Physik Messgrößen und die Ordnungsschemata Raum und Zeit als objektiv existierende physikalische Gegenstände, mit denen man eine eigene Physik betreibt, die man für viel Geld "beweisen" möchte.

Nach dem Aufkommen der Quantenmechanik ließ Einstein nach "versteckten Parametern" suchen, so etwas wie Gottes steuernde Hände, da Zufälle und Wahrscheinlichkeiten der neuen Physik ihm unheimlich waren. Für ihn musste alles berechenbar sein. Die Deterministen unserer Tage, die auch den Teilchen ihre Trägheit absprechen und zum "Beweis" am CERN in Genf mit riesigen Aufwand nach dem Higgsfeld suchen ließen, das den Teilchen ihre Trägheit schenkt, sind sie die neuen Gottgläubigen eines Gottes, den sie zuvor jedoch physikalisiert haben, z.B. als "ferne Masse", die den angeblich ohnmächtigen nahen Massen, die man auf diese Weise entmündigt hat, die Trägheit leihen - eine obskure Physik! Die uns nahen Objekte täten also immer nur so, als ob sie selbstbestimmt wären. Die Geisteshaltung des Determinismus hat jedoch den großen Vorteil, den Menschen von Verantwortung frei zu stellen, weshalb sie so beliebt ist. Auch bei Physikern, die zu wenig Durchblick haben. Sie ist aber völlig unzeitgemäß. Gerade heute gilt es für die Menschheit, die volle Verantwortung für den Planeten zu übernehmen, will sie eine gesicherte Zukunft haben. Und diese Verantwortung muss in der Wissenschaft beginnen, auf welche die Menschen sich berufen und verlassen möchten. Und den menschlichen Geist mit seiner Kreativität zu leugnen, halte ich für ein Verbrechen an uns alle, das wir nicht hinnehmen sollten.

Zum Weiterlesen:
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Helmut Hille
Bevor ich es vergesse
Es lebe Heilbronn! (I)
? 2020
Bevor ich es vergesse oder keine Gelegenheit mehr habe, es aufzuschreiben, möchte ich einige Beobachtungen festhalten, mit denen ich hier in Heilbronn so nicht gerechnet hatte. Im Jahr 2000 bin ich von München hier her gezogen. Am 1. November 2006 wechselte ich dann in einen Neubau für betreutes Wohnen der ev. Heimstiftung in Heilbronn-Sontheim. Hier bin ich nun von lauter Schulen umgeben, angefangen von der Hochschule Heilbronn, über das Gymnasium, die Realschule, die Grundschule (jetzt verlagert) und die Waldorfschule direkt gegenüber. Ja, sogar im Haus selbst, zwei Stockwerke unter mir, ist eine Altenpflegeschule. Die Besonderheit des Haues ist, dass keine Straße vorbeiführt, sondern nur ein abgesperrter breiter Weg, der die Schulen mit Alt-Sontheim verbindet, der also hauptsächlich von Schülern genutzt wird.

Die Schüler sind jedoch für mich nicht das Problem, sondern die isolierte Lage des Gebäudes. Das fängt schon mit der Adresse Fritz-Haber-Straße an. Regelzufahrt ist jedoch die Max-von-Laue-Straße. Und weil es sich um einen Neubau handelte, war das Haus auch lange nicht im Stadtplan eingetragen und damit auch für die GPS-Ortung nicht auffindbar. Aber auch jetzt ist die Situation nicht viel besser, nur dass fremde Besucher dank GPS irgendwo in der labyrinthisch angelegten Fritz-Haber-Straße landen. Besucher warne ich immer vor der GPS-Benutzung - doch meistens vergeblich. Das hat natürlich auch Konsequenzen für Lieferanten, Taxis, Notärzte und Krankenwagen, was für ein Altenheim fatal sein kann. Doch das kümmert hier niemand, weder die Heimleitung, noch die Stadtverwaltung, noch die zahlreichen Dienste. Die denken wohl alle wie Boris Palmer: ach so alte Leutchen sterben ja eh bald, da kommt es doch auf ein paar Tage oder Wochen nicht an. Durch dieses Zusammenwirken der Verantwortlichen wird in Heilbronn etwas gegen den Pflegenotstand getan. Gottlob denkt die Feuerwehr nicht so, sonst wären wir wahrscheinlich bereits abgebrannt. Schon zweimal musste sie bei mir am Stockwerk löschen.

In meiner Umgebung gibt es ja keine Wohngebäude. So habe ich weder auf der Ost- noch auf der Nordseite von meinen Fenstern aus ein Gegenüber. Dadurch gibt es aber Probleme mit den Hausnummern in der Max-von-Laue-Straße. Die Waldorfschule auf der Nordseite vor mir hat die Hausnummer 4 (eine 2 gibt es nicht), liegt jedoch nicht unmittelbar an der Straße. Das nächste und erste Gebäude an der Straße ist das Pflegeheim "Haus am Staufenberg", das dann schon die Hausnummer 50 hat! Haha! Doch die Hausnummer steht auf dem Hinweisschild an der Straße dort erst, seitdem ich die ehemalige Heimleitung darauf hingewiesen hatte, dass sie fehlt! Da die Nummerierung jedoch Vorschrift ist, konnte ich nicht glauben, dass sie gänzlich fehlt. Ich habe sie sorgfältig gesucht und tatsächlich auch gefunden. Ganz nahe beim Haupteingang, ca. 40 m von der Straße weg, befindet sich eine kleine kunstvoll gehämmerte kupferne Zahl 50 auf dunkelroten Grund, von der nicht einmal die Heimleitung etwas wusste. Leider konnte ich diese auch nicht davon überzeugen, unsere Hausnummer 34 der Fritz-Haber-Straße für Lieferanten und Noteinsätze auch von der Max-von-Laue-Straße gut lesbar am Giebel unseres Hauses anzubringen. Hätte ja was gekostet. Und dass in der neuen Zufahrt zum Küchenhof und zur Tiefgarage die Randsteine nicht abgesenkt wurden, sei nur nebenbei erwähnt. So holpert man jedesmal. Für manche mit Rückenleiden schmerzhaft. Aber mit solchen Bagatellen möchte man die Hausdirektion gar nicht erst belästigen.

Fortsetzung folgt



Helmut Hille
Bevor ich es vergesse
Es lebe Heilbronn! (II)
? 2020
Da der Waldorfschule von der Stadt verboten wurde ihr Grundstück einzuzäunen, hat sie versucht, es nach Süden und Osten durch einen bepflanzten Erdwall abzugrenzen. Zu dessen Verstärkung hat sie entlang des Verbindungsweges ihren jährlichen Baum- und Strauchschnitt aufgehäuft. In vielen Jahren ist er nicht nur immer größer und trockener und somit auch immer leichter entflammbar geworden. Da Schüler hin und wieder mit Feuer spielen oder Zigarettenkippen ins Gebüsch werfen, sah ich darin auch eine Gefahr nicht nur für die direkt angrenzende, mit Holz verzierte Turnhalle der Schule, sondern auch für das von mir auf der anderen Wegseite bewohnte Gebäude. Ich schrieb daher der Schulleitung meine Bedenken mit der Bitte um Abhilfe, mit Durchschlag an die städtische Feuerwehr. Beide haben sich wohl die Sache angeschaut, aber es geschah erstmal längere Zeit nichts. Aber irgendwann nach Monaten oder Jahren war das Gestrüpp dann doch verschwunden und es wurde später am Erdwall oben im Gebüsch ein unauffälliger Zaun gezogen.

Ein solches Verhalten habe ich noch einige Male erlebt. Man gibt den Briefschreibern ersteinmal nicht Recht - wer ist man denn - aber letztlich muss man doch etwas tun. So auch in der Badstraße entlang des Neckars neben einem großen beliebten Biergarten. Vor 2 oder 3 Jahren saßen wie wiedermal dort in der Nähe des Ausschanks. Abgaswolken umwehten uns, wie wir das in den Jahren zuvor nie erlebt hatten und wir überlegten, ob wir in Zukunft hier noch herkommen sollten. Ich ging der Ursache nach und stellte fest, dass auf der sowieso schon engen Badstraße versetzt links und rechts PKW-Parkplätze so eingezeichnet waren, dass die Straße zugleich immer nur in einer Richtung befahren werden konnte - die andere Richtung musste dann eben warten und die Luft verpesten, so auch neben dem Ausschank. Der neue Oberbürgermeister schrieb mir, dass die Betreiber des Biergartens es auch so gewünscht hätten (haha!) und dass die Badstraße keineswegs eine Zufahrt zur Schnellstraße wäre (aber sie führt hauptsächlich dort hin) und auch nicht als Fluchtweg für das unmittelbar angrenzende, wenn auch wenig genutzte Sportstadion gedacht ist. Aber es qualmt jetzt doch viel weniger. - Und was den als Unfallschwerpunkt ausgewiesenen Kreisverkehr in der Max-Planck-Straße betrifft, hat der OB zwar veranlasst, dass die Randbegrünung niedergehalten wird, was tatsächlich etwas bringt, aber die von mir vor allem beanstandete hohe und dichte Bepflanzung im Zentrum, die den Blick versperrt, wer auf der anderen Seite gerade in den Kreis einfährt oder schon drin ist, ist immer noch da. Und der Unfallschwerpunkt natürlich auch.

Wenn man in Heilbronn so wenig sensibel für Gefahrenpunkte ist, wundert es mich nicht, wenn die Stadt Heilbronn ähnlich wie Stuttgart die Abgasnormen nicht erfüllen kann. Aber es sind nicht nur die Autoabgase, die Probleme machen. In München hat man z.B. bereits vor Jahrzehnten konsequent dafür gesorgt, dass es in der ganzen Stadt keine offenen Feuerstellen mehr gibt und damit auch keine Kamine. Aber hier qualmt es immer noch fast überall. Ich weiß nicht, ob das alles mit der schwäbischen Mentalität zu tun, nur bei der Sparsamkeit bin ich mir da sicher.

Nach dem Bürgerempfang Anfang dieses Jahres (2020) im Konzert- und Kongresszentrum Harmonie, den anschließenden Stehempfang meidend, bin ich außenherum auf der Treppe zur Tiefgarage direkt auf Alt-Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach gestoßen (parteilos, OB von 1999 - 2014, Ehrenbürger der Stadt Heilbronn), den ich sehr schätze. Wir kannten uns u.a. von einer Baumpflanzung auf dem Ehrenfriedhof, von 2 Begehungen des BUGA-Geländes während der Planungszeit und vom Containerhafen bei dessen (blamabler) Einweihung. Man hatte zwar bei der Eröffnung der BUGA 2019 durch den Bundespräsidenten nicht vergessen, ihn als Alt-OB einzuladen, was er bei einer solchen Begehung einst scherzhaft, aber wohl nicht ganz unbegründet befürchtet hatte. Aber er saß unter ferner liefen in ca. der 3. Reihe und wurde nicht erwähnt, obwohl er 12 Jahre für die BUGA an vorderster Stelle gekämpft hatte, wie er mir nicht ohne Stolz sagte. Als er sich beim Weggehen noch einmal umwendete (ihm war wohl eingefallen, wer ich bin) versicherte ich ihm beim Handschlag spontan, dass mir Heilbronn gut gefällt und ich hier gern lebe. Das freute ihn sehr und wir verabschiedeten uns ganz herzlich. Auch das ist Heilbronn! - Und drinnen hatten zuvor als Abschluss der Veranstaltung alle aus tiefer Überzeugung gesungen: "Kein schöner Land in dieser Zeit, als hier das unsre weit und breit..." eine Art geheime Nationalhymne des Herzens gegen verordnete Gleichgültigkeit, eine Hymne, die auch mich immer wieder berührt. Man möge es mir nachsehen.

Heilbronn zum Weiterlesen:
die Sentenz vom April 2019
Heilbronns neue Experimenta


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